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Hier finden Sie Hier finden Sie zur Ausgabe von Pierre Rivière (1497, GW 5058) eine tabellarische Übersicht über die Kapitel, die mit der Anzeige des Lesetextes verlinkt sind.
'La Nef des folz' (GW 5058) ist eine freie Übertragung der Erstausgabe von Jakob Lochers 'Stultifera navis' (GW 5054; für den Vergleich wurde das Exemplar Basel herangezogen). Die Kapitel sind vollständig und, mit einer Ausnahme, auch in derselben Reihenfolge übernommen, lediglich die Kapitel 'Inuenire rem alienam et non reddere' (Kap. 20 in der tabellarischen Übersicht) und 'De eo qui in alios animaduertit/ et met peccat' (Kap. 21) sind vertauscht.

Die Holzschnitte entsprechen denen in GW 5054, sie sind sehr nah an den Vorlagen. Allerdings wurden die Holzschnittinschriften durch französische Texte ersetzt, in einem Fall (Kap. 76) wurden sie weggelassen. Die Holzschnittbeischriften wurden übernommen und nicht übersetzt, lediglich in Kap. 53 fehlen sie. In Kap. 10 wurde eine neue, lateinische Beischrift ergänzt. Von den Titeln, die in den ersten Kapiteln von GW 5054 als Holzschnittbeischriften gesetzt wurde, ist nur einer (in Kap. 19) übernommen. Im letzten Kapitel ('De singularitate quorundam novorum fatuorum additio Sebastiani Brant') wurde die Beischrift um die erste Marginalie der Vorlage ergänzt.

Anders sieht es bei den Paratexten aus. Als Titelbild wurde der Holzschnitt von Kapitel 48 verwendet, die 'Subscriptio' ist neu. Von den einleitenden Paratexten sind nur der Prolog Jakob Lochers (in Übersetzung), das 'Hecatostichon' (in einer Nachdichtung) und das 'Argumentum' (in Übersetzung) übernommen. Ein Prolog des französischen Bearbeiters wurde hinzugefügt.

Von den abschließenden Paratexten wurden das Kapitel 'De Nicolao Renner acuphago Argentinense Sebastianus Brant' sowie die drei abschließenden Texte nicht übernommen, die 'Excusatio Jacobi Locher' wurde ohne Titel ganz ans Textende als Abschluss gesetzt.
  • Neben Drucken auf Papier sind auch Drucke auf Vellum erhalten, von denen vier (erhaltene) koloriert sind (das Exemplar Dresden und zwei Pariser Exemplare, darunter das Dedikationsexemplar für König Charles VIII, das nicht digitalisiert ist, sowie das Exemplar der Public Library New York, das ebenfalls nicht digitalisiert ist). Die Drucke auf Vellum ließ der Pariser Verleger Anthoine Vérard aufwendig ausmalen.
  • Es sind insgesamt 17 Exemplare erhalten [Knape zu D 517], die allerdings nicht alle vollständig sind.
Der digitalen Präsentation liegt das Dresdner Exemplar zugrunde. Es ist vollständig und weitgehend unbeschädigt; es ist auf Vellum gedruckt und aufwendig illuminiert und koloriert. Anthoine Vérard hat es für Jean d'Albret, den späteren König von Navarra, hergestellt. Auf dem Titelblatt steht in den Ranken mehrfach die Devise Jean d'Albrets Espoir me nuyt, rechts vom Titelbild ist sein Wappen, darunter seine Initialen (Mary Beth Winn, Anthoine Vérard, Parisian Publisher, 1485-1512, Genf 1997, 197f.). Im 17. Jahrhundert kam das Exemplar in den Besitz von Jean-Baptiste Colbert, dem Finanzminster Ludwigs XIV. Im 18. Jahrhundert ist es in der Bibliothek des 1736 verstorbenen Grafen Heinrich von Hoym nachgewiesen. Über die Bibliothek des Grafen Heinrich von Bühl kam es 1768 (durch Ankauf der Bibliothek) in die Kurfürstliche Bibliothek in Dresden (Helmut Deckert, Katalog der Inkunabeln der Sächsischen Landesbibliothek, Leipzig 1957, S. 70). Mein Dank gilt Thomas Haffner von der SLUB für die Hinweise.

Signatur Dresden, Sächsische Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek, Ink.4114(2)
Katalog SLUB Dresden
Digitalisat SLUB Dresden
XML-Datei XML-Datei im TEI-P5-Format (Narragonien digital)
Anzeige Online-Anzeige in der Synopse (Narragonien digital)
Von der Erstausgabe GW 5058 sind laut Knape / Wilhelmi (zu D517) 17 Exemplare in öffentlichen Einrichtungen erhalten. Digitalisiert ist das Exemplar:

Dresden, Sächsische Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek, Ink.4114(2)
Paris, Bibliothèque nationale de France, 4-BL-2142
Paris, Bibliothèque nationale de France, VELLINS-607
Paris, Bibliothèque nationale de France, RES-YH-1
Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Ink 8.E.26