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Der eigen nutz verdribt all recht
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All früntschafft / lieb / sybpschafft geslecht
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Kein findt man moysi yetz glich
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Der andere lieb hab als selbs sich
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Oder als was Neemias
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Vnd der gotz vörchtig Thobias /
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Wem nit der gmein nutz ist als werd
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Als eygen nutz des er begert /
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Den halt ich für ein nerschen gouch
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Was gmein ist / das ist eigen ouch /
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Doch Caym ist in allem stadt
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Dem leidt ist was glücks Abel hat /
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Fründtschafft wan es gat an ein not
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Gont veirvndzwentzig vff ein lott /
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Vnd die die besten meinen syn
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Gont sechs vierling / vff ein quintin /
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Biß nit gen fründen hert vnd scharff
scharff ] seharff GW5048
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Du weist nit wo man ir bedarff
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Der dt im selber vnrecht vil
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Wer mit sin fründen zürnen wil
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Den eltern soll man myltikeit
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Den fründen deinstlich sin bereit
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Rechtün gen aller welt vff erd
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Dz heißt eins wisen menschen gberdt
Kap. 11
Wer yedem narren glouben will
So man doch hat der gschrifft so vil
Durch aber gloub loufft hundert mil
Der schickt sich wol inns narrenspyl
nit globen der gschrift
1
Der ist ein narr / der nit der gschrifft
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Will glouben die das heyl antrifft
3
Vnd meint das er leben söll
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Als ob kein gott wer noch kein hell
5
Verachtend all predig vnd ler
6
Als ob er nit sech noch gehör /
7
Kem einer vß den dotten har
8
So lieff man hundert milen dar
c iii

GW5048_039_Freiburg_c3r