Kap. 27a
Wer nit die rechte kunst studiert
Vnd würt am narren seil gefiert
Vnd nach der gschrifft sich nit regiert
Der selb dem gouch die schellen rürt
Unnütz studieren
Das Kap. 27 ist dupliziert. Auf fol. f1r weist es umfangreiche Erweiterungen auf, auf fol. r6v entspricht der Text der Basler Erstausgabe.
1
Ouch der studenten ich nit fyr
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Sie hant die kappen vor z stür
3
Wann sie allein die streiffen an
4
Der zyppfel mag wol naher gan
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Dann so sie soltten vast studieren
6
So gont sie lieber bbelieren
7
Die tugent aht all kunst gar klein
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Sie leren lieber ietz alleyn
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Was vnnütz vnd nit fruchbar ist
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Das selb den meystern ouch gebrist
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Das sie der rechten kunst nit achten
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Vnnütz geschwetz allein betrachten
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Ob es well tag sin oder nacht
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Ob hab ein mensch ein esel gmaht /
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Ob sortes oder Plato louff
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Solch ler ist ietz der schulen kouff /
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Sindt das nit narren vnd gantz tumb
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Die tag vnd nacht gant da mit vmb
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Vnd krützigen sich vnd ander lüt
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Kein bessere kunst achten sie nüt
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Dar vmb Origenes von in
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Spricht dz es sind die frösch gesin
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Vnd die hunds mucken die da hant
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Gedurechtet Egypten lant
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Dann sie der wort allein hant acht
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Der worheit selten würt gedacht
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Vnd machen dz die kunst sich dt
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Mer zeigen / schwer / Dann groß vnd gt
vnd gt ] vndgt GW5048
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Vnd machens vil verwürter me
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Dann das sy schinbar klar vff gee
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Vnd kummen dick mit worten zamen
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Mich wundert dz sy sich nit schamen
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Mancher so er weißt wißlich schon
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Das sin meinnung irrt vnd sin won
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GW5048_071_Freiburg_f1r