Von glückes fall
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Der ist ein narr wer styget hoch
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Do mit man sech sin schand vnd smach
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Vnd schet stets ein höhern grad
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Vnd gdenckt nit an des glückes rad
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Dem selben wie dem affen gschicht
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Je me er stigt Je baß man sicht
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Sin vnflatt / wer erbliben nyder
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Man sech im nit sin schantlich glider
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Vnd wann man schon kumbt vff dz höst
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So dt erst fallen aller weest
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Ein yedes ding wann es vff kumpt
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Zm hösten felt es selb z grund
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Dann was irdisch materye ist
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Blibt in der höh nit lange frist
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Es felt zur erd / würt stoub vnd myst
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Kein mensch so hoch hie kumen mag
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Der im verheißt den mornden tag
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Oder das er morn glück sol han
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Dann Clotho laßt das rad nit stan
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Es mß on vnderlaß vm gan
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Nyeman verlaß sich vff sin glück
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Dann es versiert gar manchen dick
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Glück kan die leng keim sagen war
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Wann es schon zilt vff lange iar
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Vnd mit sim schin macht groß gschrey
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So knelt es wie ein glas entzwey
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Glück dt gar offt den gtten we
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Glück hebt die bösen in die höh
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Vnd was es ioch eim frölich gitt
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Mags ioch die leng im haltten nit
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Glück gibt eim vnuerdienten man
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Ere vnd gt das er nit solt han
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Den gtten gibt glück offt vnfall
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Glück hasset die gerechten all
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Vnd wz glück nymbt den gtten ab
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Das stoßt es z der bösen hab
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Vnstet / schwach / vntruw / schlippferig gar
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Jst glück / dann es nit halten tar
g v

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