Kap. 63
Jch vorcht mir gein an narren ab
Hon ouch dar z gnomen kleine hab
Vü han durch scht den bettel stab
Klein wißheit ich da funden hab
Von bettlern
Auflageninterne Varianz: Das Exemplar Colmar wiederholt hier den Holzschnitt zu Kap. 3 (so auch auf fol. a6v, b4r, d3v, p3v). Die Ex. Freiburg und Weimar bieten hingegen einen Nachschnitt des Basler Originals (dort fol. [k5v]).
1
Der bettel hat ouch narren vil
2
All welt die ryecht sich yetz vff gyl
3
Vnd will mit bettlen neren sich
4
Pfaffen / münchs örden sint vast rich
5
Vnd klagend sich als werent sie arm
6
Hü bettel das es got erbarm
7
Du bist z notturfft vff erdacht
8
Vnd hast groß huffen zamen bracht
9
Noch schrigt der prior trag her plus
10
Dem sack dem ist der boden vß
11
Des glichen dnt die heltm fürer
12
Strnenstösser / stationierer
13
Die nyenant kein kirchwih verligen
14
Vff der sie nit öfflich vß schrigen
15
Wie das sy fren in dem sack
16
Das hew das tieff vergraben lagk
17
Vnder der krippf / z Bettleheym
18
Das sy von Balams esels bein /
19
Ein feder von sant michels flügel
20
Ouch von sant iörgen roß ein zügel
21
Vnd hand ouch aller heilgen zan
22
Vil naren die gouben dan daran
23
Jr sag vons heligens geist wames
24
Das sie sien von sant thomas
25
Erst nüwlich kummen har vß
26
Vnd louffen den lüten so z huß
27
Zeigen in har von sant marx schwantz
28
Vnd von sant luxen ein horn
29
So hant sy dann aber biß morn
30
Jr sack vnd fleschlin z füllen
31
Zihen fürbaß mit vnwillen
32
So schlahen sie dann viter an
33
Was sie me für heltum han
l vi

GW5048_133_Freiburg_l6r