Kap. 100b
Wer yetz kann strichen den hengst
Den selben du aller mest an renst
Vnd ist z allem bschiß der gengst
Der meynt z hoff syn aller lengst
Uom falben hengst
Das Kap. 100 ist dupliziert. Auf fol. n2v (ohne Titel!) weist es umfangreiche Änderungen auf. Auf fol. r5v entspricht das Kap. dem Basler Original.
1
Mir kem eyn verdeckt schiff yetz recht
2
Dar in ich setzt der herren knecht
3
Vnd ander die z hoff gont schlecken
4
Vnd heymlich by den herren stecken
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Do mit sie sessen gar alleyn
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Vnd vngetrengt von der gmeyn
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Dann sie sich nit wol mögen lyden
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Der ein klubt federn / der stricht kryden
9
Der liebkoßt / der runt inn die oren
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Das er vff kum in kurzen iaren
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Vnd sich mit deller schlecken ner
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Mancher durch liegen wüt ein herr
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Dann er den katzen strichen kan
14
Vnn mit dem falben hengst vmb gan
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Z blasen mel / ist er geschwind
geschwind ] gesckwind GW5048
16
Den mantel hencken gen dem wynd
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Z düttlen hilfft yetz manchen für
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Der sunst langzit blib vor der tür
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Wer schlagen kan / har vnder woll
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Der selb z hoff gern bliben soll
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Do ist er warlich lieb / vnd wert
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Der erberkeyt man do nit bgert
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Mit torheit dnt sie all vmb gon
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Went mir die narren kapp nit lon
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Doch strigelt mancher offt so rüch
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Dz in der hengst schmitzt in den buch
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Oder git im ein dritt inn die rippen
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Dz im das deller fellt in die krippen
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Der selben wer gt müssig gon
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Wan man sunst wißheit wolt verston
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Wann yeder wer / als er sich steltt
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Den man für frum / vund redlich helt
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Oder stelt sich als er dann wer
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Vil narren kappen stünden leer etc.
GW5048_196_Freiburg_r5v