Kap. 102
Man spürt wol in der alchemy
Vnd in des wines artzeny
Was falsch vnd beschiss vff erden sy
Vor denen ouch kein mönsch ist fry
Uon falscheit.
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Betrieger sind / vnd felscher vil
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Die dönen recht zum narren spil
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Falsch lieb / rot / frünt / vnd falsch gelt
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Vol vntruw ist yetz gantz die welt
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Brüderlich lieb / ist blind vnd dott
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Vff btrogenheit eyn yeder gat
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Do mit er nutz hab / on verlust
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Ob hundert ioch verderben sust
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Kein erberkeyt sicht man me an
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Man loßt es über die selen gan
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Echt man eyns dings mög kumen ab
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Got geb ob tusent sturben drab /
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Vor vß / lost man den win nüm bliben
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Groß falscheyt dt man mit im triben
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Salpeter schwebel / dottenbeyn
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Weydesch / senff / mulch / vil krut vnreyn
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Stost man zm puncten in dz faß
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Die schwangern frowen drincken dz
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Das sie vor zyt genesen dick
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Vnd sehen eyn ellend anblick /
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Vil kranckheit springen ouch dar vß
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Das mancher fert ins gerner huß
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Man dt ein lam roß yetz beschlagen
yetz beschlagen ] eytzbeschlagen GW5048
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Das wol ghört vff den spittel wagen
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Das mß leren vff fyltzen stan
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Als solt es nachts z metten gan
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So es von armt hinckt vnd zelt
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Mß es doch geltten yetz sin gelt
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Do mit beschissen wird die welt
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Man hat klein mossen vnd gewicht
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Die elen sind kurtz z gerycht
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Der koufflad mß gantz vinster sin
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Das man nit sech des tches schyn
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Die wile einer dt sehen an
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s i ] s GW5048

GW5048_199_Freiburg_s1r